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musik

da habe ich mir doch  letzten donnerstag tatsächlich einen synthesizer genäht. syntjuntan ist ein weibliches trio, welches durch workshops frauen an technik und elektronische musik heranführen möchte – indem man sich eben einen synthesizer näht. mit diesen selbstgenähten instrumenten machen sie selbstverständlich auch selber musik. der name ist ein wortspiel, “syjuntan” ist die Strickgruppe, “synt” ein synthesizer.

das hier ist meiner (und die zugeteilten farben waren wirklich zufall):

syntjunta

hier noch hannas, weil das foto besser ist:

syntjunta2

talent ist so unfair verteilt. die stimmen dieser beiden sehr jungen schwedischen mädchen  – beim ersten hören ihrer ep konnte ich es damals nicht fassen, wie reif und professionell diese lieder klingen – haben auch live die gleiche kraft.

gänsehaut die ganze zeit.

freitag war ich bei tupolev im ausland. wegen der arbeit an meiner bachelorarbeit, die sich leider relativ schleppend gestaltet, will ich jetzt auch nicht viel dazu schreiben, außer dass es großartig war. wirklich großartig. sie hätten es echt verdient gehabt vor mehr leuten zu spielen als den 30-40 die letztendlich nur dort waren. hier kann man ihre ep umsonst herunterladen, hier gibt es eine ep von slon, einem auch sehr guten nebenprojekt.

zwar schon anfang januar, ich muss es in diesem zusammenhang aber auch noch erwähnen, denn ella blixt oder eben bobby baby hätte es definitiv auch verdient gehabt, nach einer längeren konzentration auf ihre projekte it’s a musical und bobby & blumm, dass sich ebenso viele zuschauer einfinden wenn sie im aufsturz solo ihre wundervollen indietronic/electropop/wasauchimmer-lieder spielt. leider waren es nur 11. oder 12. ich bin mir nicht mehr ganz sicher. auf jeden fall viel zu wenige, dafür durfte ich mein bisher intimstes konzert erleben. das aufsturz war auch perfekt geeignet dafür, jazzkeller-mäßig gab es tischgruppen und stühle. am anfang war die atmosphäre noch wirklich zu intim für mich, man saß genau vor ihr und sie konnte auch schlecht weggucken, es waren ja nicht so viele leute da. nachdem man sich dran gewöhnt hat war es aber ein unglaubliches erlebnis. außerdem hat sie first aid kit gecovert, wirklich sympathisch.

auf dem weg zu diesem konzert musste ich durch die oranienburger straße. prostituierte tragen sogar im winter ein korsett. dann halt über der daunenjacke.

das war anfang januar, jetzt schneit es schon wieder. ehrlich, reicht es nicht langsam? obwohl, so will ich wenigstens nicht unbedingt von meinem schreibtisch weg.