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haha

am samtag bei der a maze. ausstellung sprach mich ein kleines mädchen an. interessiert, was sie da mit ihrem nintendo ds spielte, fragte ich:

was spielst du da?

animal crossing.

und ist es gut?

ja, es ist wie in der menschenwelt. nur dass die heute flohmarkt haben und wir morgen.

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manchmal weiß man schon von dem rückseitentext einer dvd, dass man ein meisterwerk in den händen hält:

steven seagal ist ex-geheimagent billy ray lancing, ein survival-spezialist. die natur bietet ihm zuflucht, denn er versteckt sich vor seinen ehemaligen auftraggebern. der einzige mensch, zu dem er kontakt hält, ist irena: ein elternloses polnisches mädchen, mit dem er eine intensive brieffreundschaft pflegt. (out of reach)

warum seine projekte seit on deadly ground (hauptdarsteller, regisseur, co-Produzent — arbeitstitel: rainbow warrior! und spirit warrior! name des hauptcharakters: forrest taft!) immer ambitionierter wurden, erklärt sich natürlich dadurch, dass jeder etwas sinnvolles für spätere generationen zurücklassen möchte:

i am hoping that i can be known as a great writer and actor some day, rather than a sex symbol. (quelle)

du wirst es schaffen, steven, allein schon für die ansprache am ende von on deadly ground.

der spiegel 1960 in einem langen, lesenswerten artikel über bergman allgemein, seinen film “jungfrauenquelle” und den bedeutungskosmos seiner filme: magus aus norden

Die Gründe für die Beschlagnahme -Order konnten Kinobesitzer und Verleiher dem Beschluß des Amtsgerichts München entnehmen. “Die Schändung wird in einer Ausführlichkeit gezeigt”, schrieb der Amtsrichter, “die absolut nicht zum Verständnis der Filmhandlung erforderlich und demnach überflüssig ist.” Die Untat werde ersichtlich nur zu dem Zweck dargeboten, dem Geschmack eines gewissen Filmpublikums entgegenzukommen und ihm sexuell anreizenden, die Lüsternheit befriedigenden Filmstoff zu bieten”.

[…]

In Hamburg begutachtete ein Trupp Staatsanwälte, von der Kunde aus München alarmiert, die “Jungfrauenquelle” in einer Sonderveranstaltung, nahm aber keinen Anstoß an den 16 Metern Vergewaltigung.

[…]

Weil die Gesundheitsbehörde “pornographische Geräuscheffekte” bei einer Vergewaltigungsszene beanstandet hatte, verbot das oberste finnische Gericht die weitere Aufführung des schwedischen Films “Jungfrauenquelle”. Die optische Darbietung der Vergewaltigung wurde nicht moniert.

und weil es so schön passt, hier noch die bergman parodie “de düva” (the dove):

(gefunden hier, inkl. zwei weiterer parodien)

zum abschluß der nachruf auf bergman aus der new york times.