Archive

gedrucktes

I have read of men who, when forced by their calling to live for long periods in utter solitude–save for a few black faces–have made it a rule to dress regularly for dinner in order to maintain their self-respect and prevent a relapse into barbarism.

– The Riddle of the Sands, Erskine Childers

Advertisements

in einem zeitungskommentar nach dem legendären wm-halbfinalspiel deutschland-schweden 1958 kübelte ein “instinktsicherer” journalist seinen ganzen hass aus, wobei er den umweg über “völkische leistungen” zu der trinkkultur schwedens, die angeblich unveränderlich den nationalcharakter eines volkes widerspiegelt, nam:

der instinktsichere kleine mann hat aus den fanatischen heja-rufen der aufgepeitschten schwedischen zuschauerplebs den grundton abgrundtiefer gehässigkeit herausgehört, wenn nicht den grundton eines hasses, der sich nicht nur gegen die deutschen fußballspieler richtet, sondern gegen die deutschen schlechthin. das offizielle schweden hat hämisch genießend zugelassen, dass rund 40.000 repräsentanten dieses mitelmäßigen volkes, das sich nie über nationale oder völkische durchschnittsleistungen erhoben hat, den hass über uns auskübelte, der nur aus minderwertigkeitskomplexen kommt. (…) es ist der hass eines volkes, dem man das schnapstrinken verbieten muss, weil es sonst zu einem volk von maßlosen säufern würde.

saar-zeitung, zitiert aus dummy fußball, minute 81

und traurig, wie wenig anscheinend dazugelernt wird. dass den klimawandel abfedernde technologien nur zögerlich, wenn überhaupt, etabliert werden.

ein sehr guter text (von 2009) hierzu:

Wie wenig Konzerne und Behörden gewillt sind, diese drohende Katastrophe aufzuhalten, zeigt die Dokumentation “Who Killed The Electric Car” (2006), in dem die erstaunliche Geschichte eines wirtschaftlichen Kannibalismus erzählt wird, als Parabel auf die selbstzerstörerischen Systemzwänge unserer Wirtschaftsweise. General Motors hat in den USA ein elegantes, schnelles, leises und preiswertes Elektroauto namens EV-1 entwickelt, ausgestattet mit einer Batterie, die über 100 Kilomter weit reichte. Tom Hanks und Mel Gibson waren begeisterte Fahrer.

Diese technische Innovation brachte den Bundestaat Kalifornien auf die Idee, das Zero Emission Vehicle Mandate zu verabschieden: Um Autos in Kalifornien verkaufen zu dürfen, mussten zuerst zwei, später fünf Prozent von ihnen elektrisch sein. Die Autofirmen und die Ölindustrie begannen eine gewaltige Kampagne gegen das Elektroauto – die American Automobile Manufacturers Association beauftragte sogar eine PR-Firma, die wachsende Kundenakzeptanz von elektrischen Autos zu bekämpfen!

Mit Erfolg: Das kalifornische Gesetz wurde am 24. April 2003 wieder gekippt. Dann geschah etwas Unfassbares. Die geleasten Autos wurden wieder eingezogen, gegen den heftigen Protest der Kunden, in einer Nacht-und Nebel-Aktion auf riesige Trucks verfrachtet und in der Wüste von Arizona verschrottet. Auf dem Friedhof der Zukunft. Bei dem einen Exemplar, das im Petersen Automotive Museum in Los Angeles zu sehen ist, wurde der Anlasser entfernt – kein einziges dieser schönen Fahrzeuge sollte je mehr als gutes Beispiel voranfahren können. Die Autofirmen und die Ölindustrie hatten offensichtlich Angst vor dem potentiellen Erfolg dieses Modells bekommen – die gewaltigen Gewinne der nächsten 30 Jahre (so lange das Erdöl ausreicht) waren in Gefahr. Stattdessen wurde der Hummer intensiv beworben.

(link)

Seit jenem Abend klaffte ein klar umrissenes Loch in meinem Universum. Ich versuchte, es mit meinem bisherigen Leben zuzustopfen, hörte aber nicht einmal den Aufprall dessen, was ich so hineinwarf.

Wolfram Fleischhauer – Die Frau mit den Regenhänden (S.321)

selbstverteidigung als lebenshaltung, als weg zur entdeckung des selbst, buddhistische gedanken sollen diesen raum durchwehen, aber der schweißgeruch ist stärker.

dummy nr . 12, s. 39, “blutende landschaften”. über freefight und die vereinnamung dieses sports durch nazis vor allem im osten deutschlands