nochmal ingmar bergman

der spiegel 1960 in einem langen, lesenswerten artikel über bergman allgemein, seinen film “jungfrauenquelle” und den bedeutungskosmos seiner filme: magus aus norden

Die Gründe für die Beschlagnahme -Order konnten Kinobesitzer und Verleiher dem Beschluß des Amtsgerichts München entnehmen. “Die Schändung wird in einer Ausführlichkeit gezeigt”, schrieb der Amtsrichter, “die absolut nicht zum Verständnis der Filmhandlung erforderlich und demnach überflüssig ist.” Die Untat werde ersichtlich nur zu dem Zweck dargeboten, dem Geschmack eines gewissen Filmpublikums entgegenzukommen und ihm sexuell anreizenden, die Lüsternheit befriedigenden Filmstoff zu bieten”.

[…]

In Hamburg begutachtete ein Trupp Staatsanwälte, von der Kunde aus München alarmiert, die “Jungfrauenquelle” in einer Sonderveranstaltung, nahm aber keinen Anstoß an den 16 Metern Vergewaltigung.

[…]

Weil die Gesundheitsbehörde “pornographische Geräuscheffekte” bei einer Vergewaltigungsszene beanstandet hatte, verbot das oberste finnische Gericht die weitere Aufführung des schwedischen Films “Jungfrauenquelle”. Die optische Darbietung der Vergewaltigung wurde nicht moniert.

und weil es so schön passt, hier noch die bergman parodie “de düva” (the dove):

(gefunden hier, inkl. zwei weiterer parodien)

zum abschluß der nachruf auf bergman aus der new york times.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: