stockholm filmfestival

wie der name schon sagt, ist hier seit donnerstag filmfestival. vom 15.-25. nobember gibt es ein wirklich breites angebot an filmen, was einen umso schmerzlicher daran erinnert, wie gut man es als student im gegensatz zur arbeitenden bevölkerung hatte. mein jetziges nicht-student-sein schließt dauerfilmgenuß auf jeden fall aus. ebenso die zweite mail der beim filmfestival zuständigen person für freiwillige mitarbeiter (im gegenzug erhält man einen festivalpass), die mir von der ersten mail versprochen wurde, aber leider nie ankam. so muss ich nun also bezahlen, und so moderat die preise auch für schweden sind, hat der restliche preisstandard doch erhebliche lücken in meinem portemo portmon geldbeutel hinterlassen. so werde ich also wohl nur sieben filme sehen.

the go-getter

freitag waren es gleich zwei. der erste film auf einem filmfestival überhaupt für mich war the go-getter, eine nette, klassische indie coming-of-age geschichte, eingebettet in ein roadmovie. zooey deschanel, die auch in der unglaublich verkorksten filmversion des hitchhikers guide to the galaxy mitspielt, ist absolut bezaubernd; der thumbsucker typ spielt auch überzeugend, vor allem aber stimmt die chemie zwischen den beiden. man nimmt ihnen das leise, das zärtliche ab. der hauptdarsteller macht erste erfahrungen mit drogen, liebe und der erwachsenen realität, verbunden wird dies mit einer kindlich-verspielten vorstellung des westerns, der als so etwas wie ein leitmotiv fungiert (jedenfalls seine reliquien, vor allem der cowboyhut und die spielzeugpistole). der hauptdarsteller fährt mit der asche seiner mutter in einem geklauten auto durch die usa um seinen bruder zu finden, dabei freundet er sich über das im auto liegende handy mit der besitzerin an. beim sehen selbst haben mich die natürlich vorhandenen klischees eines independent-film teilweise erheblich gestört, die stilisierten einstellungen gegen die sonne etc. – was wahrscheinlich stimmungsbedingt war, da es eben nur wenige filme ohne diese klischees gibt und es einige sehr schöne bilder zu sehen gab. im nachhinein kamen dann aber immer mehr szenen zurück, die einfach unglaublich charmant gespielt waren. so ist der film also definitv kein meisterwerk, zeigt aber hervorragend zu was die beiden hauptdarsteller fähig sind.

das beste an dem film war aber der soundtrack von matt ward, den ich schon immer sehr gern mochte (adi, gefällt dir bestimmt, vor allem die lieder mit country-einschlag, was eigentlich alle sind).

waitress

danach gabs dann waitress, ein film zu dem ich nicht viel schreiben möchte, da ich so schnell es geht vergessen will dass ich ihn mir wirklich komplett angetan habe. klebriger und süßer als alle kuchen zusammen in diesem film wird eine geschichte erzählt, die einem aufgrund stereotyper charakterzeichnung und schlecht gefälschten südstaaten-dialekten zu keiner zeit ermöglicht mitzufühlen. so sollte es dann wohl eine komödie sein, was aber bei mir auch nicht wirklich funktioniert hat. spätestens als die hauptdarstellerin angefangen hat beim backen ein lied zu singen, dass ihre mutter schon gesungen hat, hatte ich nur noch haß übrig für diese leute. deprimierender höhepunkt war dann, als beim offensichtlichen ende des films das kino ebendieses beklatscht hat. in schweden ist also nicht alles besser.

zu hause habe ich dann noch stranger than fiction angesschaut, trotz einiger schwächen ein guter film. ich mag ja maggie gyllenhal und will ferrell sehr.

glory to the filmmaker!, der neue von takeshi kitano, werde ich leider nicht sehen können, da ich jedesmal in einem anderen film sitzen werde. mist.

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