hampus i sverige

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at sea

July 11, 2009 · Leave a Comment

felix gephart macht wirklich ganz großartige grafiken und illustrationen. und deswegen werde ich mir auch dieses bild kaufen, eine illustration der abenteuer des baron münchhausen:

at-sea

(link)

in der galerie box 32 in berlin kann man sich noch einige andere seiner arbeiten angucken und auch als druck auf leinwand kaufen.

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blutende landschaften

July 11, 2009 · Leave a Comment

selbstverteidigung als lebenshaltung, als weg zur entdeckung des selbst, buddhistische gedanken sollen diesen raum durchwehen, aber der schweißgeruch ist stärker.

dummy nr . 12, s. 39, “blutende landschaften”. über freefight und die vereinnamung dieses sports durch nazis vor allem im osten deutschlands

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aged news

June 13, 2009 · Leave a Comment

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der angriff des unsichtbaren

June 3, 2009 · Leave a Comment

ganz vergessen zu verlinken: ein sehr interessanter artikel über sherlock holmes und imperialismus.

Konsequenterweise schuf Conan Doyle mit seinem Privatermittler einen Helden, der all die kranken, gefährlichen, ansteckenden Elemente aus London entfernte, dem Herzen des Imperiums. Die imperiale Angst vor einer Gegeninvasion war groß. So scheint etwa in “Das Zeichen der Vier” einem Burschen von den Andamanen die Rolle des Schurken zuzufallen. Tonga, der am Tatort sein Unwesen trieb, wird beschrieben als “ein dunkelhäutiger, affengesichtiger Kerl”. Das Opfer: ein ehemaliger britischer Soldat, der in Indien diente und von dort einen geheimnisvollen Schatz mitbrachte.

“Betrachten Sie die Tatsachen”, fordert Holmes Watson am Ort des Geschehens auf. ” ,Kleine Fußabdrücke, Zehen nie in Schuhe gezwängt, nackte Füße, eine hölzerne Keule mit Steingriff, große Beweglichkeit, kleine vergiftete Pfeile. Wie entwirren Sie das?’ – ,Ein Wilder!’ “, ruft Watson aus. ” ,Vielleicht einer dieser Inder?’ ” Ein Kerl mit einem “Affengesicht”, ein Kleinwüchsiger, wie sich aus der Fußgröße ablesen lässt: Das folgt ganz dem kolonialen Herrschaftsvokabular, nach dem die “Eingeborenen” unzivilisiert sind wie wilde Tiere, mit dem Verstand von Kindern. (link)

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killer spiele werte. zur komplexität einer verbotsdebatte und ihres spielgegenstandes

June 1, 2009 · 12 Comments

mit reichlicher verspätung stelle ich hier meine im märz beendete bachelorarbeit über computerspiele und die killerspiel-debatte zur verfügung. allgemein geht es um das thema der gewalthaltigen computerspiele (oder, wie es so gerne heisst, “killerspiele”), den kulturhistorische kontext, in dem man die moral-panic debatte sehen muss, zensur und werte, medienwirkungsforschung und die rechtliche situation in deutschland. durch mein studium betrachte ich das medium und die debatte oft auch von einem kulturwissenschaftlichen standpunkt. im analyseteil beschäftige ich mich kurz mit dem grausamen panorama-beitrag morden und foltern als freizeitspaß von 2007, welcher die vorherrschenden vorurteile in bestimmten gesellschaftlichen bereichen illustriert; sowie allgemein mit dem medial vermittelten „besorgnis-diskurs“: wovor hat man eigentlich angst?

die arbeit wird auch als buch im verlag dr. müller erscheinen. da dies ein wissenschaftsverlag ist und aufgrund des preises von 49€ wird damit nur eine bestimmte klientel angesprochen. mir ist aber wichtig, dass sich jeder interessierte mit diesem thema und meiner arbeit auseinandersetzen kann. der kostenlose download und das nichtkommerzielle verbreiten sind deshalb erwünscht und erlaubt; da dies eine wissenschaftliche arbeit ist gilt dies selbstverständlich ebenfalls fürs zitieren. allerdings bitte ich darum, die arbeit so zu belassen wie sie ist.

hier für interessierte schon einmal das inhaltsverzeichnis:

Abstract
1 Einleitung
2 Vorstellung des Problemfeldes
2.1  Computerspiele
2.1.1  Klärung des Begriffes Killerspiel sowie Anmerkungen zu
Begrifflichkeiten und Genres
2.1.2 Ego-Shooter und Überlegungen zur Funktionsweise von
Computerspielen
2.2 Kurzer Überblick über die von Zensur betroffenen Felder
2.3 Struktur und Inhalt
2.4 Moral Panic
2.5 Medienwirkungsforschung und kulturwissenschaftliche Perspektiven
2.5.1 Allgemeiner Überblick
2.5.2 Möglichkeiten der Transferleistung
2.5.3 Aktives Handeln als Gefahr? Eine kulturwissenschaftliche Perspektive
2.6 Die Situation in Deutschland
2.6.1 Der Amoklauf als Auslöser der gesellschaftlichen Debatte
2.6.2 Gesetzeslage
3 Betrachtung des Diskurses
3.1 Morden und Foltern als Freizeitspaß
3.1.1 Die Hot Coffee Mod und der Vergewaltigungsvorwurf
3.1.2 PanAmp und der Ego-Shooter Filter
3.1.3 Fehlender Hinweis auf bestehende Alterskennzeichnungen, USK und
BPjM
3.1.4 Die Inszenierung der interviewten Spieler und die Berichterstattung
über Call of Duty 2
3.2 Schlussdiskussion

4 Weiterführende Gedanken

ich freue mich über jede form der kritik oder weiterführende anmerkungen in den kommentaren oder per mail.

killer spiele werte. zur komplexität einer verbotsdebatte und ihres spielgegenstandes (1 mb)

link zu amazon: klick

[nachtrag] hier wird über fehlende wissenschaftliche sowie formale standards meiner arbeit diskutiert, wobei ich ehrlich gesagt die argumente nicht ganz nachvollziehen kann.

da anscheinend zu versteckt nur über den amazon-link zu erfahren, sei hier also noch einmal erwähnt, dass ich im april meinen ba kulturwissenschaften mit den schwerpunkten linguistik und sozialwissenschaften an der viadrina frankfurt/oder gemacht habe. die arbeit selbst wurde von beiden prüfern mit 1,0 bewertet, in der mündlichen prüfung gab es die gleiche note. und nein, ich hatte “keinen guten stab, der sich um stil und korrektur bemüht hat”.

danke an alle, die meine arbeit heruntergeladen haben (aktuell 1176) bzw. sie verlinkt haben.

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echte und mediale amokläufe

May 6, 2009 · Leave a Comment

[diese sammlung lag jetzt schon länger in meiner drafts-schleife, ich kam aber erst jetzt und damit relativ unaktuell dazu, sie endlich fertigzustellen.]

also, abschließende worte zum amoklauf und zur berichterstattung. nach der beschäftigung mit meiner bachelorarbeit killer spiele werte – zur komplexität einer verbotsdebatte und ihres spielgegenstandes hätte ich eigentlich die medienberichterstattung voller interesse verfolgen sollen, ließe sich doch so sehr leicht überprüfen, wie sich das gesellschaftliche bild von gewalthaltigen videospielen innerhalb von drei jahren geändert hat. relativ schnell war ich aber einfach nur gelangweilt und frustriert, denn wirklich viel schien sich nicht getan zu haben.

im vergleich zu den amokläufen in erfurt 2002 und emsdetten 2006 kam es mir persönlich so vor, als ob es nur  eine leichte veränderung in der debatte anschließend gab. wo bei z.b. emsdetten noch am gleichen bzw. gleich am nächsten tag der auslöser, sprich gewalthaltige videospiele, gefunden waren, hat es diesmal wenigstens länger gedauert. zudem schien es, dass schützenvereine insgesamt auffallender kritisiert wurden als damals. dies aber auch nur, weil bei emsdetten die tatwaffe über das internet bezogen wurde und nicht wie in diesem fall zu hause direkt verfügbar war, eben weil der vater mitglied im schützenverein ist.

wobei selbstverständlich killerspiele wieder genau so schlimm wie kinderpornographie sind.

den bislang besten text zu der enormen verzweiflung, die amokläufer im vorfeld einer tat spüren müssen, um diese letztendlich auch wirklich zu realisieren, und man sich eben somit natürlich nicht mit monokausalen erklärungsmustern selber beruhigen kann (killerspiele, gewaltvideos, etc.) habe ich in der taz gelesen: das grauen in der kleinen stadt.

Hinzu kommt schließlich die Verlogenheit eines kleinstädtischen Umfelds, das den jungen Männern gern eintrichtert: Es geht euch doch gut! Es ist doch schön hier! Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Die Gefahr, der Dreck, das Chaos, die Aggression – das ist alles weit weg, dort in der großen Stadt New York, Paris oder Berlin. Aber, verdammt!, wenn es gerade das ist, was manche junge Männer brauchen: Gefahr, Dreck, Chaos und Aggression?

Mehrere Schul-Amokläufer äußerten sich vor ihrer auch autoaggressiven Tat im Internet so, dass sie die Verlogenheit ihres Umfeldes, ihrer scheinbar heilen Welt unglaublich aggressiv mache. Das ist ernst zu nehmen. Und wen packte nach zwei Wochen in einer bayerischen oder niedersächsischen Kleinstadt nicht insgeheim der Wunsch, einen Baseballschläger zu nehmen und auf dem Marktplatz den Stadtbrunnen zu zertrümmern oder die Auslage des Souvenirladens in eine Scherbenlandschaft zu verwandeln? Aber man tut es selbstverständlich trotzdem nicht. Die Schul-Amokläufe sind dagegen auch als irregeleitete Ausbruchversuche aus einem satten Idyll zu verstehen, das aggressiv macht. Es ist eine verlogene heile Welt, die sie verachten, zerstören wollen, ja ins Herz treffen möchten. Das gelingt mit solchen Schul-Amokläufen dann ja auch für eine Weile.

Sicherlich: Die deprimierende Kleinstadt, die Aggression von jungen Männern und der Frust sexueller Abweisung – all das hat es immer gegeben und wird es wohl immer geben. Heute allerdings wird das Ganze noch verstärkt durch eine immer intensivere Nutzung von Medien, die die Möglichkeiten der großen weiten Welt feiern, den Erfolg bei Frauen und im Beruf als etwas Leichtes, Müheloses, ja Notwendiges darstellen und eine Toleranz spiegeln, die man in seiner kleinen Stadt nie und nimmer findet. Diese Diskrepanz zwischen der verlockenden Welt in den Flachbildschirmen und der deprimierenden kleinen Welt von Littleton, Emsdetten oder Winnenden könnte kaum größer sein. Die Amokläufe fanden nicht dort statt, obwohl es Idyllen waren, sondern weil sie es waren.

ebenfalls in der taz erschienen ist ein lesenswertes interview mit roland seim, auch wenn er nicht sehr viel neues erzählt, wenn man sich schon früher mit dem thema auseinandergesetzt hat: der deutsche mag es gern geregelt.

so bleibt wohl  die gewißheit um weitere amokläufe, ohne um die gründe letztendlich bescheid zu wissen. dabei wird sich dieselbe debatte in den nächsten jahren und jahrzenten auch immer wieder genau so abspielen, denn egal wie sich die medienwirkungsforschung entwickeln wird, zwei grundsätzlich antagonistische positionen werden sich nicht überwinden lassen, sind sie doch insgesamt auch ausdruck einer politischen und sozialen befindlichkeit.

grundsätzliches problem war und ist:

Insgesamt gesehen zeichnet sich die Medien-und-Gewalt-Diskussion noch immer dadurch aus, dass zwei Fehlannahmen vorherrschen. Zum einen wird gern ein unzulässiger Schluss vom Inhalt der Gewaltdarstellungen auf deren Wirkung beim Zuschauer gezogen, zum anderen wird in der Öffentlichkeit
und insbesondere der Politik eine generelle Aussage zur Wirkung von Gewaltdarstellungen gefordert. Diese kann und wird es auf wissenschaftlich fundierter Basis nie geben, denn der Wirkzusammenhang‚ Rezipient-Medium‘ ist so komplex, dass sich wissenschaftlich haltbare Aussagen nur für einzelne
Populationen in genau umrissenen Situationen treffen lassen. (Michael Kunczik, zitiert nach Konrad Lischka: Spielplatz Computer, S. 123)

eine wiederholungsgefahr solcher taten bleibt auch vor allem aufgrund der posthumen (unabsichtlichen) glorifizierung durch medien wie die bild (unsägliche fotomontage), aber auch den spiegel (unsägliches titelbild).

manchmal reicht es auch schon, sich einmal ganz ruhig anzugucken, was heute in welcher form erlaubt und gesetzlich geregelt ist und in welchen bereichen man gerne weiterführend regulieren würde, bevor man sich als politiker zu unhaltbaren aussagen hinreißen lässt:

Ich dürfte also mit 14 Jahren anfangen, großkalibrige Waffen zu benutzen und dann als 21jähriger Sportschütze mit einem Kofferraum voller halbautomatischer Waffen und 0,4 Promille auf der Autobahn mit 320 km/h vom Schützenfest zum CSU-Parteitag fahren – aber Computerspiele sollen verboten werden? (quelle, mit links)

meine bachelorarbeit werde ich gleich hier verlinken. einen tag nach dem amoklauf von winnenden fertiggestellt, beschäftigt sie sich genau mit dem gegenstand der gewalthaltigen videospiele und der (medien)debatte über diese (allgemein sowie speziell nach winnenden). betrachtet man den in den medien geführten diskurs, lag ich mit meiner abschließenden forderung in der arbeit nicht so falsch. mit einer freundin habe ich darüber diskutiert, ob man nach 53 seiten im fazit einen banalen satz bezüglich videospiele so zentral stehen lassen kann:

Mögliche Gefahren sollten dabei selbstverständlich Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung sein, dies sollte aber unaufgeregt geschehen.

anscheinend sind wir noch weit davon entfernt, unaufgeregt über den gegenstand der gewalthaltigen computerspiele zu berichten, besonders wenn laufend neue “erkenntnisse” publiziert werden und eine eindeutigkeit in der berichterstattung gefordert wird, die so nicht zu haben ist.

bis dahin können wir uns ja mit dem neuen game-knaller close range vergnügen.

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commando is the best film ever

May 6, 2009 · Leave a Comment

behauptet auf jeden fall der regisseur, mark l. lester. in diesem schönen artikel nimmt er den film sehr genau auseinander und erklärt, wieso es sich bei dem film von 1985 mit arnold schwarzenegger als john matrix und alyssa milano als seine tochter (!)  um ein meisterwerk handelt.

Pay close attention after the watchtower building blows up three times in a row (for you tech heads out there, we didn’t actually blow up three buildings that looked exactly like each other, but instead shot one explosion with multiple cameras, and then showed the same building blowing up three times in the edit).  We cut inside Arius’s villa, where Bennett hears the explosion.  He knows that it’s not an accident.  One of Arius’s personal chefs didn’t forget to turn off the stove!  No, Bennett can tell it’s Matrix because he’s studied the sounds of Matrix’s explosions, just like blind people can tell certain cars by the way the engine sounds!  And while stroking his knife, Bennett whispers, “Welcome back, John. So glad you could make it.”  The knife stroking and the words “welcome” and “glad” reinforce that Bennett is looking forward to killing Matrix, which is very dramatic.  Most people wouldn’t want to fight a guy like Matrix.  He’s too strong and muscular!

ich erinnere mich noch an eine ausstrahlung auf kabel 1 vor ca. 8 jahren gegen 22 oder 23 uhr. diese war so sehr geschnitten, dass es wirklich schwer fiel der “story” zu folgen. ähnlich einem “missing reel”-gag wechselten orte und motivation der hauptfigur dauernd und sprunghaft. ein großartiges erlebnis.

teil 1, teil 2, teil 3

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the shadow of your smile

April 3, 2009 · Leave a Comment

ein sehr lesenswerter artikel von cees noteboom heute in der fr zur ausstellung “schatten” in madrid: das schwarz am fuß der dinge.

so wird die ausstellung insgesamt zu einer art spiel mit aufgaben: suche den schatten, erkläre, warum er da ist oder nicht da ist, weshalb er bei den modernen – mit ausnahme von andy warhol, ed ruscha und susan rothenberg – anscheinend viel seltener auftritt. die antwort lässt sich vielleicht bei tanizaki jun’ichiro finden, der eine glänzende studie über den schatten geschrieben hat (lob des schattens). für ihn ist die abwesenheit von schatten in der abendländischen kunst einer der wesentlichen unterschiede zwischen ost und west. seine argumentation mag etwas merkwürdig anmuten, wenn man sich gerade stundenlang unverkennbar westliche schatten angesehen hat, doch er behauptet, der mächtigste verbündete der schönheit im westen sei immer das licht gewesen, während es im osten gerade darum gegangen sei, “das rätsel des schattens einzufangen”. “wir sind der meinung”, so fährt er fort, “schönheit sei nicht in den objekten selber zu suchen, sondern im helldunkel, im schattenspiel, das sich zwischen objekten entfaltet.”

ob er damit recht hat und ob er nach dem besuch dieser ausstellung noch genauso darüber gedacht hätte, fragt sich natürlich, doch eingedenk des zitats von benjamin kann man mit fug und recht behaupten, die aufklärung sei nun mal ein abendländisches phänomen gewesen, darauf erpicht, möglichst viel schatten zu verjagen.

[nachtrag] cd zum titel: friends of dean martinez – the shadow of your smile

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tolle sätze (5)

March 5, 2009 · Leave a Comment

manche sehr großartige stücke beethovens, vor allem ouvertüren, klingen aus der entfernung nur bum bum.

[adorno über beethoven]

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tolle sätze (4)

February 13, 2009 · Leave a Comment

they spread out their star-maps and read the heavens like a book. but they are the authors of the book, and the stars continue on their shadowy ways and have no inkling of its contents.

i too read in the book of the night, but I cannot interpret it. my wisdom shows me not only the writing, but also that it cannot be interpreted.

[pär lagerkvist: the dwarf, 1944, seite 14]

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tolle sätze (3)

February 11, 2009 · Leave a Comment

once you’ve prayed, or you’ve been prayed for, believe that you are free, confess that you are free. you may or may not feel any immediate change, but you confess the word of god. “resist the devil and he will flee from you.” you have resisted the devil, and according to the word of god, he has fled.

[paul jinadu: the authority of the believer, 1981, seite 43]

irgend etwas finde ich an dem letzten satz in seiner absolutheit unglaublich witzig. ich setze ihn einfach nochmal hier hin:

you have resisted the devil, and according to the word of god, he has fled.

man muss nur glauben …

(zur erklärung: ich kann an keinem flohmarkt und an keinem antiquariat vorbeilaufen, ohne komische bücher zu kaufen)

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und so (2)

January 11, 2009 · Leave a Comment

dieser lange und ausführliche artikel über die evangelikalen in deutschland aus dem taz.magazin vom 10./11.01.2009 ist wirklich  lesenswert:

es sind nunmehr fast eineinhalb millionen evangelikale, die sich unter dem dach der “deutschen evangelischen allianz” versammeln. manche schätzungen kommen sogar auf bis zu 2,5 millionen evangelikale in deutschland. hunderte neue freikirchliche gemeinden, die dem evangelikalen spektrum zugerechnet werden, haben sich in den vergangenen jahren gegründet. viele von ihnen sind deutlich radikaler als die klassischen freikirchen, die oft bereits im 19. jahrhundert entstanden sind. dazu kommt eine unübersichtliche zahl von bibelhauskreisen, missionarischen zentren, evangelikalen vereinen und sozialeinrichtungen – von drogentherapiegruppen auf bauernhöfen bis zu armenspeisungen in den städten.

[...]

seit wenigen wochen haben die evangelikalen auch eine staatlich genehmigte hochschule, die freie theologische hochschule in giessen, die vorher lediglich den status einer akademie hatte.

[...]

doch so sehr sich die evangelikalen um einfluss bemühen, einem religiösen rollback sind enge grenzen gesetzt. deutschland, eine heilige christliche nation? mit der wirklichkeit hat das wenig zu tun. und das ist ihre heimliche tragödie: eine pluralistische gesellschaft hält die evangelikalen aus – sie sind es, die an ihr verzweifeln.

grundsätzlich ist das auch meine sichtweise – dass eine demokratie dann stark und “gesund” ist, wenn sie sich auch demokratisch mit ihren feinden und problemen auseinandersetzt, also eben nicht einfach durch verbote sondern vielmehr durch diskurs und aufklärung. ein unwohles gefühl stellt sich trotzdem ein, wenn man an die kürzlich erzwungene entschuldigung des chefs der bundeszentrale für politische bildung, thomas krüger, denkt:

im dezember aber verlangte baake [lobbyist der deutschen evangelikalen; anmerkung von mir] den rücktritt des chefs der bundeszentrale für politische bildung, thomas krüger – und hatte damit fast erfolg. streitpunkt war ein text in einer bundesweiten schülerzeitung, in dem die jugendlichen autoren die evangelikalen heftig kritisierten. die zeitung wird von der bundesbehörde mitfinanziert. auf druck von bibeltreuen christen und aus der politik distanzierte sich bundeszentralenchef krüger von dem schülerheft – und von einem begleitschreiben, in dem er selbst islamisten und evangelikale gruppen verglichen hatte. es ist zwar nur ein kleiner, aber doch bemerkenswerter sieg für die evangelikalen. und für baake.

endlich habe ich mir jetzt auch spotify angeguckt. einen vorteil hat eine fernbeziehung also doch: denn aus deutschland bekommt man auf der seite mitgeteilt, was man bei so vielen onlineversuchen, das nutzungsverhalten des großteils der bevölkerung endlich ohne restriktive technologien zu legalisieren (z.b. hulu), zu sehen bekommt:

not available in your country yet

man kann sich nur per mail informieren lassen, wenn es denn so weit ist. da ich aber eine schwedische freundin habe, konnte sie mich aus schweden per invite eintragen; nachdem sie mir dann die installationsdatei geschickt hat war es auch schon soweit. denn im gegensatz zur homepage, die per ip registrierungsversuche aus den falschen ländern aussortiert, kann man sich mit dem programm und seinem accout anschließend problemlos einloggen. das land wird dann nicht mehr gecheckt. seit ein paar tagen nutze ich spotify also und muss sagen, wirklich sehr ordentlich. die qualität geht in ordnung, ladezeiten sind nicht vorhanden und auch der katalog kann sich sehen lassen. kleinere bands sind leider nicht enthalten bzw. nur mit ein, zwei liedern. aber von z.b. fridge gibt es einige alben, soweit ich gesehen habe ist von mogwai sogar der gesamte backkatalog verfügbar.

trotzdem ist der (vorläufige) ausschluss verschiedener länder ärgerlich und macht deutlich, dass, auch wenn spotify als produkt ein schritt in die richtige richtung ist,  “sie” es eben noch nicht begriffen haben – die inhalte sind sowieso da, z.b. tv-sendungen legal auf den internetseiten der amerikanischen fernsehsender oder eben hier millionen an streambaren musikdateien durch werbung finanziert. aber aus deutschland darf man meistens noch nicht darauf zurückgreifen, weil rechte noch nicht abgeklärt wurden oder nie werden. also nutzt man weiterhin die, ebenso komfortabel erreichbaren, illegalen inhalte.

winter, auf dem weg zur uni nach frankfurt/oder:

winter-brandenburg

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