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Categories: eigenartig
Tagged: fdp. westerwelle
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Tagged: bundestagswahl 2009, merkel, merkelizer
Die Tötungs-szenarien werden sehr realistisch und überaus blutig inszeniert: Das jeweilige Opfer verwandelt sich in blutig auseinanderstrebende Fleischfetzen. Auf der Tonspur werden Geräusche des Einwirkens der Waffe sowie Todesschreie simuliert.
[aus dem indizierungsbescheid zu doom, link]
Categories: eigenartig
es gibt eine schwäbische bäckerei in friedrichshain
…
suchanfrage des tages: huren und krüppel
Categories: eigenartig
Tagged: schwäbische bäckerei
26.05.2009:
Nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) habe sich Turtle Entertainment entschieden, den für den 5. Juni in Karlsruhe geplanten Termin zu streichen. Zuvor hatte es bis in die lokale Politik hinein eine harsche Diskussion über die Veranstaltung (Intel Friday Night Game, Anm. von mir) gegeben. Fenrich hatte die Veranstaltung genehmigt.
Aus der Bevölkerung und der Politik hatte es hingegen wiederholt Vorbehalte gegen die Veranstaltung gegeben – auch weil der Amoklauf eines Schülers in Winnenden nicht lange zurückliegt.
…
11.06.2009:
Thomas Strobl, Bundestagsabgeordneter der CDU für den Kreis Heilbronn, schrieb in einer Antwort auf eine Anfrage zum Thema “Killerspiele” auf der Seite ” Abgeordnetenwatch.de”: “Das von der Innenministerkonferenz geforderte Herstellungs- und Verbreitungsverbot ist für mich daher bedenkenswert und sorgfältig zu prüfen. In jedem Fall sollte aber meines Erachtens in der Debatte, welche Maßnahmen zur Gewaltprävention ergriffen werden, die von den Bundesministern von der Leyen und Schäuble vorgeschlagene Sperrung von kinderpornografischen Seiten im Internet mit Blick auf Killerspiele neu diskutiert werden.”
(cdu-abgeordneter will netzfilter auf online-spiele ausweiten)
…
11.06.2009:
Laut einer Abfrage, die das Landesschulministerium bei den kommunalen Schulträgern durchgeführt hat, sind in mindestens 122 Schulgebäuden in Nordrhein-Westfalen Schießstände von Schützen- oder Sportvereinen eingerichtet. Es könnten noch mehr sein, denn neun Kommunen haben sich bisher nicht zurückgemeldet. Hinzu kommen 29 weitere Schießanlagen, die sich auf Schulgrundstücken befinden oder unter öffentlichen Sporthallen, in denen auch Schulsport betrieben wird.
[...]
Nach dem Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden am 11. März 2009 hatte Schulministerin Sommer betont, sie hielte es für “schulpolitisch wünschenswert, dass Schießstände nicht in Schulen untergebracht sind”. In der gestrigen Landtagsschulausschusssitzung bekräftigte sie zwar ihre Auffassung. Doch in der von ihr vorgestellten Erklärung ihres Ministeriums mit dem Städte- und dem Landkreistag sowie dem Städte- und Gemeindebund finden sich solch kritische Töne nicht wieder.
Statt der Absage an das Schulgeballer wird die “Wertschätzung für die Schützen- und Schießsportvereine sowie für die Jugendarbeit und das soziale Engagement” in diesen Vereinen betont.
Categories: eigenartig
Tagged: cdu, killerspiele, schützenvereine
gibt es in england also auch in clubs.
Categories: eigenartig
Tagged: cctv, paranoia
[diese sammlung lag jetzt schon länger in meiner drafts-schleife, ich kam aber erst jetzt und damit relativ unaktuell dazu, sie endlich fertigzustellen.]
also, abschließende worte zum amoklauf und zur berichterstattung. nach der beschäftigung mit meiner bachelorarbeit killer spiele werte – zur komplexität einer verbotsdebatte und ihres spielgegenstandes hätte ich eigentlich die medienberichterstattung voller interesse verfolgen sollen, ließe sich doch so sehr leicht überprüfen, wie sich das gesellschaftliche bild von gewalthaltigen videospielen innerhalb von drei jahren geändert hat. relativ schnell war ich aber einfach nur gelangweilt und frustriert, denn wirklich viel schien sich nicht getan zu haben.
im vergleich zu den amokläufen in erfurt 2002 und emsdetten 2006 kam es mir persönlich so vor, als ob es nur eine leichte veränderung in der debatte anschließend gab. wo bei z.b. emsdetten noch am gleichen bzw. gleich am nächsten tag der auslöser, sprich gewalthaltige videospiele, gefunden waren, hat es diesmal wenigstens länger gedauert. zudem schien es, dass schützenvereine insgesamt auffallender kritisiert wurden als damals. dies aber auch nur, weil bei emsdetten die tatwaffe über das internet bezogen wurde und nicht wie in diesem fall zu hause direkt verfügbar war, eben weil der vater mitglied im schützenverein ist.
wobei selbstverständlich killerspiele wieder genau so schlimm wie kinderpornographie sind.
den bislang besten text zu der enormen verzweiflung, die amokläufer im vorfeld einer tat spüren müssen, um diese letztendlich auch wirklich zu realisieren, und man sich eben somit natürlich nicht mit monokausalen erklärungsmustern selber beruhigen kann (killerspiele, gewaltvideos, etc.) habe ich in der taz gelesen: das grauen in der kleinen stadt.
Hinzu kommt schließlich die Verlogenheit eines kleinstädtischen Umfelds, das den jungen Männern gern eintrichtert: Es geht euch doch gut! Es ist doch schön hier! Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Die Gefahr, der Dreck, das Chaos, die Aggression – das ist alles weit weg, dort in der großen Stadt New York, Paris oder Berlin. Aber, verdammt!, wenn es gerade das ist, was manche junge Männer brauchen: Gefahr, Dreck, Chaos und Aggression?
Mehrere Schul-Amokläufer äußerten sich vor ihrer auch autoaggressiven Tat im Internet so, dass sie die Verlogenheit ihres Umfeldes, ihrer scheinbar heilen Welt unglaublich aggressiv mache. Das ist ernst zu nehmen. Und wen packte nach zwei Wochen in einer bayerischen oder niedersächsischen Kleinstadt nicht insgeheim der Wunsch, einen Baseballschläger zu nehmen und auf dem Marktplatz den Stadtbrunnen zu zertrümmern oder die Auslage des Souvenirladens in eine Scherbenlandschaft zu verwandeln? Aber man tut es selbstverständlich trotzdem nicht. Die Schul-Amokläufe sind dagegen auch als irregeleitete Ausbruchversuche aus einem satten Idyll zu verstehen, das aggressiv macht. Es ist eine verlogene heile Welt, die sie verachten, zerstören wollen, ja ins Herz treffen möchten. Das gelingt mit solchen Schul-Amokläufen dann ja auch für eine Weile.
Sicherlich: Die deprimierende Kleinstadt, die Aggression von jungen Männern und der Frust sexueller Abweisung – all das hat es immer gegeben und wird es wohl immer geben. Heute allerdings wird das Ganze noch verstärkt durch eine immer intensivere Nutzung von Medien, die die Möglichkeiten der großen weiten Welt feiern, den Erfolg bei Frauen und im Beruf als etwas Leichtes, Müheloses, ja Notwendiges darstellen und eine Toleranz spiegeln, die man in seiner kleinen Stadt nie und nimmer findet. Diese Diskrepanz zwischen der verlockenden Welt in den Flachbildschirmen und der deprimierenden kleinen Welt von Littleton, Emsdetten oder Winnenden könnte kaum größer sein. Die Amokläufe fanden nicht dort statt, obwohl es Idyllen waren, sondern weil sie es waren.
ebenfalls in der taz erschienen ist ein lesenswertes interview mit roland seim, auch wenn er nicht sehr viel neues erzählt, wenn man sich schon früher mit dem thema auseinandergesetzt hat: der deutsche mag es gern geregelt.
so bleibt wohl die gewißheit um weitere amokläufe, ohne um die gründe letztendlich bescheid zu wissen. dabei wird sich dieselbe debatte in den nächsten jahren und jahrzenten auch immer wieder genau so abspielen, denn egal wie sich die medienwirkungsforschung entwickeln wird, zwei grundsätzlich antagonistische positionen werden sich nicht überwinden lassen, sind sie doch insgesamt auch ausdruck einer politischen und sozialen befindlichkeit.
grundsätzliches problem war und ist:
Insgesamt gesehen zeichnet sich die Medien-und-Gewalt-Diskussion noch immer dadurch aus, dass zwei Fehlannahmen vorherrschen. Zum einen wird gern ein unzulässiger Schluss vom Inhalt der Gewaltdarstellungen auf deren Wirkung beim Zuschauer gezogen, zum anderen wird in der Öffentlichkeit
und insbesondere der Politik eine generelle Aussage zur Wirkung von Gewaltdarstellungen gefordert. Diese kann und wird es auf wissenschaftlich fundierter Basis nie geben, denn der Wirkzusammenhang‚ Rezipient-Medium‘ ist so komplex, dass sich wissenschaftlich haltbare Aussagen nur für einzelne
Populationen in genau umrissenen Situationen treffen lassen. (Michael Kunczik, zitiert nach Konrad Lischka: Spielplatz Computer, S. 123)
eine wiederholungsgefahr solcher taten bleibt auch vor allem aufgrund der posthumen (unabsichtlichen) glorifizierung durch medien wie die bild (unsägliche fotomontage), aber auch den spiegel (unsägliches titelbild).
manchmal reicht es auch schon, sich einmal ganz ruhig anzugucken, was heute in welcher form erlaubt und gesetzlich geregelt ist und in welchen bereichen man gerne weiterführend regulieren würde, bevor man sich als politiker zu unhaltbaren aussagen hinreißen lässt:
Ich dürfte also mit 14 Jahren anfangen, großkalibrige Waffen zu benutzen und dann als 21jähriger Sportschütze mit einem Kofferraum voller halbautomatischer Waffen und 0,4 Promille auf der Autobahn mit 320 km/h vom Schützenfest zum CSU-Parteitag fahren – aber Computerspiele sollen verboten werden? (quelle, mit links)
meine bachelorarbeit werde ich gleich hier verlinken. einen tag nach dem amoklauf von winnenden fertiggestellt, beschäftigt sie sich genau mit dem gegenstand der gewalthaltigen videospiele und der (medien)debatte über diese (allgemein sowie speziell nach winnenden). betrachtet man den in den medien geführten diskurs, lag ich mit meiner abschließenden forderung in der arbeit nicht so falsch. mit einer freundin habe ich darüber diskutiert, ob man nach 53 seiten im fazit einen banalen satz bezüglich videospiele so zentral stehen lassen kann:
Mögliche Gefahren sollten dabei selbstverständlich Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung sein, dies sollte aber unaufgeregt geschehen.
anscheinend sind wir noch weit davon entfernt, unaufgeregt über den gegenstand der gewalthaltigen computerspiele zu berichten, besonders wenn laufend neue “erkenntnisse” publiziert werden und eine eindeutigkeit in der berichterstattung gefordert wird, die so nicht zu haben ist.
bis dahin können wir uns ja mit dem neuen game-knaller close range vergnügen.
Categories: eigenartig · fernsehen · gedrucktes
Tagged: bild, killerspiele, roland seim, spiegel, taz, the onion, winnenden
zur farbe grün:
kandinsky verabscheute die “selbstzufriedene ruhe” dieser farbe.
[bauhaus-archiv, audioguide titel 6: unterrricht kandinsky]
Categories: eigenartig
Tagged: grün, kandinsky
der heutige tag ist ein gutes beispiel für sprachwandel und, ähm, dass schweden einen an der waffel haben, denn heute ist in schweden våffeldagen, also waffeltag:
marie bebådelsedag kallas även för våffeldagen och det tack vare en ordförvrängning. dagen kallas ju vårfrudagen och i folkmun har detta så småningom förvanskats till just våffeldagen. (quelle)
denn heute ist ja auch mariä verkündigung, was in schweden früher vårfrudagen hieß und woraus dann våffeldagen wurde. weil, kann man mehr waffeln essen so. meine freundin war auf jeden fall sehr erstaunt, dass ich heute nicht zwingend vorhatte, waffeln zu essen.
Categories: eigenartig · schweden
Tagged: sprachwandel, våffeldagen
wieder was gelernt: es gibt tatsächlich autoweihen. auch heute noch.
schutzpatron ist natürlich der heilige christophorus, und zwar
des verkehrs, der schiffer, flößer fährleute, seeleute, pilger reisenden, kraftfahrer, luftschiffer, lastenträger, zimmerleute, buchbinder, färber, hutmacher, gärtner, obsthändler, äpfel, hoffenden frauen, kinder; gegen jähen tod, pest, wassergefahren, unwetter, hagelschlag, hungersnot, widerwärtigkeiten, wunden, zahnweh; der furten und bergstrassen. (hervorhebung von mir)
Categories: eigenartig
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sie war russin, “keine jüdin, russin!”, wie sie bald feststellte. sowieso sprach sie mit sehr vielen ausrufezeichen, und selbstverständlich hatte sie aber viele jüdische freunde. und sie war ca. 70.
der auslöser der diskussion war ein foto von holocaust-leugner und bischof der priesterbruderschaft st. pius x (sspx) richard williamson in der heutigen taz, die ich auf dem bahnsteig am ostkreuz in der hand hatte. sie kam, freundlich lächelnd wie viele omas halt so lächeln, auf mich zu und fragte nach dem namen der zeitung, ob das derjenige auf dem foto ist, von dem sie denkt dass er es ist und ob sie mir eine frage stellen könnte.
eine frage stellte sie dann nicht wirklich, stattdessen fuhr sie mit mir bis nach karlshorst, wo sie auch hinmusste, und legte mir (müde und fertig) ihre wirren theorien vor. sie hätte da dieses buch von einem amerikanischen autor (wahrscheinlich meint sie lyndon larouche, erklärung weiter unten) gelesen und das wäre so faszinierend, denn er hätte “beweisungen” wie alles wirklich ist. warum z.b. fragen alle immer noch die deutschen nach dem, was passiert ist, aber niemand die amerikaner wegen vietnam oder dem irak-krieg? und man weiss ja nun nicht, wie es wirklich war, damals bei hitler, vielleicht sind ja auch nur 1 millionen oder so gestorben. und es wurden nur bei schon toten gasspuren gefunden, in etwa also den äußerungen williamsons folgend, dass es keine gaskammern gab. auf meinen einwand, dass man den vietnam-oder irakkrieg aber nun wirklich sehr schlecht mit hitler und relativ sicher erwiesenen 6 millionen toten vergleichen konnte, wurde sie richtig energisch. das thema liegt ihr wohl sehr am herzen. als erklärung hat sie dann noch eine stelle aus bulgakows “der meister und margarita” angeführt, was ich nicht verstanden habe.
sie hätte da diesen film im internet gesehen, und der beschreibt wieso jetzt alles zusammenbricht und so. sie hat dann nie wirklich gesagt, das mit den juden stimmt ja nicht, aber zwischen ihrem oma-lächeln hat sie trotzdem eine so verquere juden-weltverschwörung entworfen, das war wirklich eigenartig. und ich konnte dem eben wegen ihrem alter und netten aussehen so schlecht wütend gegenübertreten, habe es argumentativ versucht. was mich im nachhinein unglaublich wütend macht. ich habe zwar versucht ihr zu erklären, was sie da eigentlich für einen unsinn erzählt. aber bei leuten in ihrem alter dürfte sowieso nichts mehr zu erreichen sein, deswegen sollte man wütend werden wenn jemand so eine scheiß-meinung hat. so ein komisches gespräch um 9.30 morgens. mit einer nazi-oma.
abschließend meinte sie dann noch, ich sollte unbedingt mal bei der büso nachlesen, das würde meine augen öffnen (die büso ist teil der larouche-bewegung). da war alles klar. verrückter haufen idiotischer spinner.
das die ganze debatte auslösende gespräch im schwedischen fernsehen kann man sich übrigens hier angucken. auch die gesamte sendung aus der reihe “uppdrag granskning”, aus der das gespräch stammt und bei der es um sspx sowie u.a. ihre verbindungen zu rechtsextremen gruppen geht, ist englisch untertitelt online.
[nachtrag] wie toll ist das eigentlich, dass eine dokumentarfilmreihe wie uppdrag granskning wöchentlich mittwochs um 20 uhr auf svt1, dem ersten staatlichen fernsehprogramm, und inklusiver weiterer wiederholungen auf anderen programmen, gesendet wird? zusätzlich sind die folgen vier wochen lang online verfügbar, im gegensatz zu einer woche bei ard und zdf. eine vergleichbare dokufilmreihe fällt mir fürs deutsche fernsehen gerade nicht ein, die guten und interessanten dokumentationen, die aber gesendet werden, landen bei der ard auf sendeplätzen zwischen 23 und 0 uhr unter der woche. wieso kann es nicht möglich sein, auch im deutschen fernsehen interessante und relevante dokumentation abends um 20 uhr zu senden?
und natürlich wieder pi: wer sonst glaubt, wenn ein pius-bruder sich, nun ja, missverständlich über den holocaust äußert, der papst diesen ein paar tage nach der ausstrahlung exkommuniziert und erst nach knapp einer woche darauf reagiert, was er gesagt hat und davon sowie von anderen antisemitischen einstellungen von sspx nichts gewußt haben will, wer sonst also glaubt, das dies eine verschwörung gegen den papst ist und nicht katholischer irrsin? der beweis ist auch schnell gefunden:
ein interessantes und bisher wenig diskutiertes detail: der schwedische tv-interviewpartner von richard williamson war der türkische muslim ali fegan.
ja, warum nur haben andere medien das übersehen?
schön zusammengefasst wird die einstellung von pi mal wieder in den kommentaren:
#26 uli12us (08. feb 2009 17:31)
hm, hab ich da irgendwas missverstanden, der papst hat so an die 600.000 mitglieder dieser piusbruderschaft wieder in kommuniziert. d.h nix anderes als dass diese wieder an den sakramenten teilnehmen dürfen, was ihnen vorher verwehrt war. ein bischof dort, ist in der katholischen kirche nichts anderes als ein normales kirchenmitglied wie jeder von uns der katholisch ist. unter diesen 600.000 werden sich mit sicherheit auch gauner, diebe, und sonstige nicht ganz superanständige menschen befinden. es wär wohl etwas viel verlangt, wenn der vatikan über jeden einzelnen dieser leute, wochenlang recherchieren würde.
das ist dasselbe wie wenn wir in unserem “moslemhass” nicht ausschliessen können, dass da irgendwann mal ne handvoll brave leute dabei sind, die ihrem lebensunterhalt selber nachkommen und friedlich sind.
sspx hat also nicht grundsätzlich antisemitische und rassistische tendenzen. und unter den guten christen kann es ein paar schwarze schafe geben, so wie es unter den bösen muslimen vielleicht auch ein paar weiße schafe gibt. oh ist das schön einfach.
Categories: eigenartig
Tagged: büso, holocaust, lyndon larouche, pi, richard williamson, svt, taz, uppdrag granskning
in deutschland sind die pilze bei lidl aus polen. in schweden sind die pilze bei lidl aus deutschland. verwirrend.
Categories: eigenartig · schweden
Tagged: globalisierung, lidl
(komisch dass ich noch nichts zu pi hier hatte, dachte das wär schon mal angesprochen worden. seh jetzt erst dass ich diesen post hier schon seit einem jahr rumliegen habe, aber noch nicht veröffentlich. dann halt jetzt.)
eine der tollen seiten des internets – jeder kann sich bemerkbar machen - ist folgerichtig auch eine irritierende angelegenheit – vor allem wenn idioten so viel zuspruch finden. im falle von politically incorrect ist das ganze aber nicht wirklich lustig, sondern eher beängstigend. auf jeden fall veranschaulicht die seite eindrucksvoll, wie sehr man abgeschottet in seiner verschwörungstheorie-gefärbten welt diskutieren kann. für einen überblick sollte man stefan niggemeiers artikel zu dem thema lesen. beispielhaft kann hier ein zitat eines gastbeitrages den charakter von politically incorrect ganz gut beschreiben (der sich vor allem in den kommentaren von seiner ganzen rassistischen seite zeigt):
Kein Grund zu erwähnen, dass die Familien kurz zuvor in der Türkei erst durch Eheschließungen gegründet werden, die von Deutschland aus in der Türkei arrangiert werden, um weitere Menschen nach Deutschland zu holen, die von den sozialleistungen des deutschen Staates leben werden, weil sie nicht deutsch sprechen und den Rest ihres Daseins in ihrer Parallelgesellschaft verharren, wo sie Kinder gebären, die das Einkommen der Familie durch weitere Sozialleistungen aufstocken, die dann Muhhabets werden und „Fotzen in Fetzen“ fliegen lassen, die Bevölkerung terrorisieren oder Jagd auf Kurden machen, weitere Ehen arrangieren, und so weiter und so fort.
politischkorrekt beschäftigt sich mit pi.
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Tagged: idioten, pi, politisch korrekt, stefan niggemeier
erfreulich ist ja, dass dem kanal telemedial, dem “sender für ihre innere heilung”, im juni die sendelizenz entzogen wurde (auch wenn dies nur aufgrund eines “formfehlers” geschah, die sendelizenz für österreich wurde entzogen, nachdem festgestellt wurde dass der kanal gar nicht aus österreich betrieben wurde). was mich persönlich schockiert, ist das dreiste selbstverständnis, das weiterhin über internet-stream und dazugehörige webseite von den verantwortlichen in die öffentlichkeit getragen wird:
dreister geht es nun wirklich nicht mehr. energieausgleich durch fernsehen inklusive 10€-telefonanruf.
hintergrundinformationen zum “ersten spirituellen sender europas”, einer
gibt es bei stefan niggemeier.
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Tagged: kanal telemedial, thomas hornauer
die csu also mal wieder. peter ramsauer fordert, in der kriminalstatistik bei deutschen mit migrationshintergrund auch das herkunftsland zu erfassen, denn
zur bekämpfung der kriminalität gehört, dass man ihre wurzeln klar benennt. (taz 3./4.1.2009, seite 6)
die wurzel allen übels ist also das herkunftsland. wie entlarvend, aber vor allem gefährlich es ist, nur rein “genetische” oder kulturelle und nicht z.b. sozio-ökonomische faktoren für das begehen von straftaten verantwortlich zu machen, zeigt sich schon zwei seiten später in der heutigen ausgabe der taz:
muslime müssen jet verlassen
neun traditionell in langem gewand gekleidete muslime mussten am washingtoner reagan-flughafen wegen sicherheitsbedenken kurz vor dem abflug aus ihrer maschine aussteigen. nachdem sich zwei mitreisende beschwert hatten, weil sie angeblich verdächtige äußerungen der muslime gehört hatten, wurde die gruppe angewiesen, das flugzeug zu verlassen. die muslime, zumeist geborene us-staatsbürger, wollten nach orlando in florida fliegen. unter ihnen waren ein anästhesist, ein anwalt sowie drei kinder. später wurde ihnen die weiterreise erlaubt. (dpa)
da wurde also muslimen das fliegen erst untersagt, weil die “wurzel”, also die herkunft, eben so schön sichtbar ist. genau solche überreaktionen passieren, wenn bestimmte verhaltensmuster nicht individuen, die unter bestimmten rahmenbedingungen gehandelt haben, sondern ganzen (ethnischen) teilen der bevölkerung zugerechnet werden, wie dies eben nach 9/11 mit muslimen geschehen ist (stichwort labeling). im zuge des terror- und damit sicherheitswahns nach 9/11 bestimmte gruppen noch stärker zu brandmarken kann eigentlich niemand wollen, da es zur bekämpfung von kriminalität überhaupt nicht geeignet und auch nicht relevant ist, aus welchem land menschen ursprünglich stammen; dieser ansatz ist ausschließlich kontraproduktiv. niemand kann das wollen, außer der csu.
[nachtrag 04.01.] und genau von z.b. solchen cdu/csu-fans wird dann wieder eine hetzstimmung erzeugt, populismus mit ausländern geht halt immer. der knaller:
Wenn wir in einem Land, dass in wenigen Jahrzehnten zu mehr als der Hälfte von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnt wird diese Probleme, die zunehmend auch sie selbst und andere Mitglieder ihrer Migrationsherkunft betreffen nicht mehr ansprechen dürfen, werden wir bald private Sicherheitsdienste und umzäunte Vorstädte wie in Brasilien erleben – mit allen ökonomischen, sozialen und die Sicherheit betreffenden Folgen.
man beachte auch die qualifizierten kommentare zur diskussion, vor allem können menschen mit dunkler hautfarbe anscheinend keine deutschen sein:
Berliner Kindl meint:
3.Januar 2009 at 01:38
“Vergewaltigung in Freiburg – Täter ein Kölner?”
Und dann dieses Foto…
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/12415/1329442/polizei_koeln/
…der typische Kölner eben.
Gefunden bei fact-fiction.net (Faber)
Categories: eigenartig
Tagged: csu, kriminalität, labeling, muslime, taz
da sag noch einmal jemand was schlechtes über den kundenservice der bvg. am 4.11. habe ich abends eine relativ wütende mail abgeschickt, weil die seite seit wochen kaum zu benutzen ist, der server nie erreichbar. zwei tage später erhalte ich folgende freundliche antwort:
Sehr geehrter Herr x,
vielen Dank für Ihren Hinweis bzw. Anmerkungen. Natürlich haben Sie recht – der Zustand lässt zu wünschen übrig, allerdings ist hier neue Hardware erforderlich, die bereits beschafft ist (was aber auch seine Zeit benötigte). Diese muss dann aber Konfiguriert, Installiert und getestet werden – und auch noch durch unterschiedliche Partnern.
Fazit: Bis alles soweit ist damit wir es Freigeben können, kann also noch ggf. etwas dauern. Alle arbeiten konzentriert und mit Hochdruck damit dieses auch möglichst schleunigst umgesetzt werden kann. Somit bitten wir um Verständnis.
Versuchen Sie ggf. sich auch mobil zu informieren per Internetfähigen Handy unter mobil.BVG.de. Diese Applikation befindet sich auf einem eigenen Server.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre BVG
in der sache zwar keine erklärung, warum ein großes unternehmen es wochenlang nicht schafft, seinen fahrplan online zur verfügung zu stellen. aber nette antwort.
Categories: eigenartig · verschiedenes
Tagged: bvg, kundenservice
(das kommt davon wenn man sachen zu lange liegen lässt. ein beitrag, den man gleich hätte veröffentlichen sollen, nur der vollständigkeit halber mach ich das jetzt noch.)
…
ich habe noch nie eine so große diskrepanz zwischen konzert- und publikumsqualität erlebt. wie kann man bei ihm reden? wie kann man bei ihnen reden bzw. bei jeder ruhigen stelle klatschen und, noch viel, viel schlimmer, bei jeder lauten stelle pfeifen und jubeln? verfickte kleine scheisskinder, dumme fussballfans. unglaublich, so ein ekelhaftes publikum habe ich noch nie erlebt. und wegen solchen leuten war es ausverkauft. unfair. leider haben explosion in the sky, anders als 2004 im knaack, das publikum begrüßt. das hatte es wirklich nicht verdient. jetzt weiss ich aber, dass ihnen die ironman-verfilmung gefallen hat. klingt ja gut, wollte ich mir sowieso auch noch ansehen. highlight: sie haben with tired eyes, tired minds, tired souls we slept gespielt, eines meiner absoluten lieblingslieder. großartiges konzert, vor allem auch eluvium, beschissenes publikum. ich bin noch nie so wütend von einem sehr guten konzert nach hause gegangen. ich meine, emo girls!?!
…
auf dem rückweg vom lido haben sie dann endlich nach mehreren stunden aufbau angefangen, eine kleine szene für ninja assassin zu drehen. auf der oberbaum brücke. musste zum glück nicht lange warten.
…
jedesmal, wirklich jedesmal wenn ich mir auf dem nachhauseweg vornehme, wieder mal an den liedern in cubase weiterzuarbeiten, kann meine soundkarte beim starten nicht geöffnet werden. kein witz. wie merkt er das? sonst ging es einfach durch einen neustart weg, diesesmal nicht. hach.
Categories: eigenartig · musik
Tagged: eluvium, explosions in the sky, nerviges publikum
sex, drogen und rockenrohl. schon zum zweiten mal wurde ich innerhalb einer woche bei meinem lieblingsexstaatsunternehmen mit dem zweifelhaften vergnügen eines hochspezialisierten, aber in allen bereichen agierenden multinationalen konzerns konfrontiert.
das macht dann 1.45. darf es noch etwas für sie sein? vielleicht ist unser girokonto von interesse für sie?
was kommt als nächstes? (für witzig-kritische beispiele fehlt mir die zeit)
Categories: eigenartig · verschiedenes
Tagged: globalisierung, nervig, post
die finnischen charts hatten klamydia klamydia, wenn man lieder für die abrechnung checkt sind titel wie whores & slaves keine seltenheit und timbaland ist mit apologize seit monaten in allen skandinavischen charts. man kann wohl wirklich nur im musikbusiness arbeiten wenn man musik hasst. aber das dürfte bei jedem teil der kultur-industrie (was für ein widerspruch in sich) der fall sein.
Categories: eigenartig · kultur · musik · verschiedenes
Tagged: kulturindustrie alle verrückt